FAQ

Fragen und Antworten zu Schorsch

Wann gibt es Band IV?

Band IV hat den Titel “Siloballen und Gülle mit Fülle – Gewickelter Sepp und Leichenversteck im Rinderdreck”. Der Band ist inzwischen erschienen.

Im ersten Band gibt es folgende zwei Kapitel: „Maxima, Winnetou und Hitler auf dem Regalboden“ und „“Ewiges Deutschland unter dem Weihwasserkessel und der Sohlen-Marmor-Sound in der Martinszeller Dorfkirche“. So lustig und skurril diese zwei Kapitel auch sind, musste der Bezug auf Hitler und seine Werke sowie Hindenburg bzw. die Hindenburgbüste am Kircheneingang in Dietramszell bzw. Martinszell wirklich sein?

Diese berechtigte Frage wird durch Ereignisse im realen Dietramszell geradewegs überholt. In der Sitzung des (realen) Gemeinderats am 10.12.2013 haben es die Gemeindevertreter in Dietramszell versäumt, sich auf Antrag der (realen) Bürgermeisterin, Leni Gröbmaier, von der Ehrenbürgerschaft Adolf Hitlers (die ihm im März 1933 verliehen wurde) zu distanzieren. Seitdem wütet ein Sturm der Entrüstung durch die (reale) Gemeinde und die (reale) Presse. Sogar der damalige Chef des (realen) Landeskriminalamts, Peter Dathe (einst Dritter Bürgermeister der Gemeinde), meldete sich – wie viele andere mehr oder minder bekannte Bürger – empört zu Wort. Einer der vielen und bayernweit publizierten Zeitungsartikel stand sogar unter der Überschrift: „Dietramszeller Gemeinderat: Dümmer geht`s nicht“ (MM 16.12.2013). In diesem Artikel berichtet eine Gemeinderätin (Frau Bauhof), dass in den 1970er Jahren in Dietramszell sogar noch Hitlers Geburtstag gefeiert worden wäre, wozu auch noch ein Altar aufgestellt gewesen sei. Und wörtlich: „Bei dieser Zeremonie waren hochrangige Dietramszeller dabei“. Nach zahlreichen Protesten aus der Öffentlichkeit wurde eine Woche später noch einmal eine Sitzung des Gemeinderats einberufen. Nachdem Amelie Fried und Peter Probst in dieser emotionsgeladenen Sitzung kritische Referate hielten, wurde Hitler und auch Hindenburg mit 21:0 Stimmen die Ehrenbürgerwürde förmlich aberkannt. Angesichts dieser realen Begebenheiten sind die komödiantisch-abgründigen und hintergründig-fidelen Einlassungen der Figuren um Schorsch, Ade, Dr. Zollner und Pfarrer Dobler in den oben genannten zwei Kapiteln völlig harmlos – wenn auch vieldeutig, brisant und aktuell.   

Was ist an Schorsch und den Schorsch-Bänden besonders?

Im Gegensatz zu den meisten (bayerischen Regional-) Krimis ist in den Schorsch-Bänden nicht ein Kommissar, ein Detektiv oder Inspektor etc. der Held, der Morde aufklärt. Sondern der scheinbar tölpelhafte Schorsch ist die Hauptfigur und der stille Held, der Morde „verklärt“.  Statt “aufgeklärt” wird also “verklärt”. Genau betrachtet gibt es in Schorschs Umgebung keine geplanten Morde, sondern eher Zufallstote. Tödliche Opfer ergeben sich eher zufällig oder aus seltsamen Umständen, in die Schorsch mehr oder minder intensiv verwickelt ist.

Wie viele Schorsch-Bände gibt es bzw. werden noch erscheinen?

Bislang gibt es vier Bände, die im Handel erhältlich sind.  Für den fünften Band laufen die Vorbereitungen. Wie viele Schorsch-Bände es noch geben wird, steht nicht fest. Schorsch gibt es so lange, wie Leser und Autoren daran Freude haben …

Ist Schorsch intelligent und gebildet?

Ja und nein. Grundsätzlich kommt er eher knorrig, schüchtern, einfältig und stur daher. Aber er wird meist unterschätzt und entwickelt vor allem in scheinbar aussichtslosen Situationen instinktiv geniale Ideen – insbesondere dann, wenn er sich aus Verdächtigungen und aus Verstrickungen in das seltsame Ableben von Zufallstoten herauswinden muss. Und er versteht es, aus scheinbar aussichtslosen Situationen Kapital zu schlagen. Was seine schulischen Leistungen angeht, bleibt Schorsch eher bescheiden. Nach dem mittelmäßigen Hauptschulabschluss arbeitete er zunächst auf dem elterlichen Kiesburgerhof als Knecht. Er war schon fast 20, als er in Wolfratshausen die Landwirtschaftsschule besuchte. Dort traktierte ihn vor allem der Lehrer Schwaigbrunner … aber darüber im Band III mehr.

Ist Schorsch verheiratet?

Schorsch war verheiratet, und zwar mit Heidrun. Sein „Ossigirl“, wie er sie oft nannte, stammt(e) aus Mecklenburg-Vorpommern. Beide waren schon rund 40 Jahre, als sie sich das Ja-Wort gaben. Heidrun musste jedoch als erste Zufallstote bereits in Band I ableben …

Wo lebt und wo „wütet“ Schorsch?

In Martinszell. Dort, in dem Weiler der Großgemeinde Dietramszell, bewohnt Schorsch ein kleines Siedlungshaus. Dietramszell liegt im Landkreis Bad Tölz – Wolfratshausen (Oberbayern). Schorsch macht aber auch (im wahrsten Sinne des Wortes) Abstecher – beispielsweise nach Italien (im dritten Band, Macerata, Montecassiano und Gabicce Mare), ins Allgäu bzw. nach Kempten oder nach Berlin in das Regierungsviertel.

Hat Schorsch Freunde?

Ja, aber wenige. Sein bester Freund ist Adolf Schittler. Der „Ade“ arbeitet – wie Schorsch – beim Maschinenring in Thanning. Auch der Dr. Zollner, der Dorfarzt, ist Schorsch positiv gesonnen. Ein spezieller „Freund“ ist auch Giorgio Brazzo, der Ober in der Villa Quiete (Montecassiano) – mehr darf hier über Giorgio nicht verraten werden (Band III).  Ansonsten gibt es wechselnde Verbündete, die Schorsch helfen, z. B. beim Vertuschen, Beschwichtigen und Verklären. Daneben gibt es Menschen, die Schorsch „nutzen“ bzw. „ausnutzen“ kann. Und dann gibt es noch „Freunde“ im Sinne von (un-) freiwilligen Helfershelfern (z. B. Amanda Creoli oder seine Schwägerin Agnes).

Hat Schorsch ein Auto?

Ja, und zwar einen alten Fiat Punto.

Hat Schorsch Haustiere?

Ja, Maxima, die Hauskatze – ein Nachlass von Heidrun. Allerdings mag Schorsch Maxima nicht, obwohl die ihm auch schon einmal half, um sich aus einer „Verstrickung“ zu befreien. Ansonsten mag Schorsch (Haus-) Tiere nicht besonders. Das gilt auch für Trabant, den Hund der Familie Waffelbruch aus Mecklenburg-Vorpommern (Band IV).

Hat Schorsch Gegenspieler?

Selbstverständlich! Genau betrachtet könnte man alle Menschen in seiner Umgebung als Schorschs „Gegenspieler“ ansehen, die sich allerdings je nach Situation auch zu „Mitspielern“ entwickeln. Dazu gehört vor allem der adelige Kriminalhauptkommissar von Ellbach-Rübenspitz. Der „Kriminalzipfel“ und seine Mannschaft in Verbindung mit Kriminaldirektor Dr. Falterer müssen schließlich dafür sorgen, dass die Todesumstände der ablebenden Menschen in Schorschs Umgebung aufgeklärt werden – naja, vielleicht auch nur “verklärt” werden.

Leben Schorschs Eltern noch?

Der Vater, der alte Kiesburger, ist leider schon vor Jahren verstorben. Seine Mutter allerdings, die Kiesburgeroma, lebt noch. Leider ist sie nicht mehr gut auf den Beinen, weshalb sie meist im Rollstuhl sitzt. Sie wohnt auf dem Kiesburgerhof – hinten in der Kammer.

Warum leidet Schorsch an Mordlust?

Schorsch ist eigentlich ganz harmlos. Ihn plagen lediglich Albträume – und zwar seit seinem jüngeren Bruder, Jakob, der elterliche Hof überschrieben wurde. Seitdem fühlt sich Schorsch ungerecht behandelt und arg benachteiligt. In seinen Träumen kommen ihm daher immer häufiger Mordgedanken. Außerdem kämpft er in seinen Träumen immer öfter mit seinem Bruder, wälzt sich in seinem Bett hin und her und schlägt um sich. Einer dieser Schläge ist schließlich auch tödlich … und damit beginnt das Unheil im ersten Band.

Wie alt ist Schorsch?

 Schätzungsweise zwischen 54 und 59 Jahren. Genau kann man das nicht sagen …

Wie ist Schorsch körperlich gebaut und psychisch einzuordnen?

Eher untersetzt. In Anlehnung an die Konstitutionstypen von Kretschmer handelt es sich bei Schorsch also um einen Pykniker – rundlich gebaut, rundliches Gesicht, deutlicher Bauch. Psychisch haben wir mit Schorsch eine eigenwillige Mischung aus Phlegmatiker, Melancholiker und Choleriker. Manchmal hat er auch philosophische Anwandlungen.

Was sagen Sie dazu, dass der dritte Band von Schorsch von Frau Katharina Hackstein negativ rezensiert wurde?

Ach die Frau Hackstein … Die Dame rezensiert ja öfters Bücher – und zwar negativ; und nicht nur Bücher, sondern auch ganz normale Produkte – natürlich auch negativ.  Ihre Rezensionen bedienen sich des gleichen Stils (“Klischees werden bedient”, “altes Frauenbild aus den 60er Jahren”, etc.). Und dann schreibt Sie bei ihren Rezensionen auch noch, dass sie die Bücher bereits nach einigen Seiten weggelegt hätte – und trotzdem maßt sie sich derartige schnelle Urteile an. Was soll man also davon halten? Bei einem Buch eines anderen Ators entrüstet sie sich, dass der Autor von “herausreckenden Brüsten” schreibt. Na und? Interessant wäre zu wissen, was Schorsch von “herausreckenden Brüsten” halten würde … Irgendwann wird Schorsch ja sowieso die Bundeshauptstadt besuchen. Vielleicht gelingt ihm dann ein Besuch bei Frau Hackstein …

Ist Schorsch reich?

Das kann man nicht gerade sagen. Er hat vielleicht in letzter Zeit öfter Glück. Außerdem verfügt er in seinem Küchenschrank über eine gefüllte Schwarzgeldschachtel, und es fällt bei seinen diversen Streifzügen hie und da Beute an, die sich zu Geld machen lässt. Von Agnes, seiner Schwägerin, erhält er daneben einen kleineren Anteil an den Agrarsubventionen und dem Milchgeld – schließlich verdankt sie ihm im Zusammenhang mit zwei Zufallstoten eine geniale Idee. Aber reich? Nein, reich ist Schorsch nicht.

 

 

Wenn Sie weitere Fragen zu Schorsch haben, können Sie mit den Autoren jederzeit gerne Kontakt aufnehmen. Wir freuen uns darüber und werden hier weitere Antworten einstellen.